Elektro-Autos und Katastrophen

Nach dem Lesen des folgenden Artikels werde ich wohl meine Planung und Gedanken zum Thema Elektroauto erweitern müssen:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Wirbelstuerme-zerblasen-Elektro-Illusionen-article20100513.html

Im Laufe der nächsten 5 Jahre wollte ich, wenn mein schöner Corsa D irgendwann das Zeitliche segnet, auf Elektromobilität setzen. Gleichzeitig möchte ich gerne für das Szenario „1 Woche ohne Strom“ vorbereitet sein.  Insbesondere wenn man das Buch Blackout gelesen hat.


(Reines Symbolbild… es ist kein BMW i3 geplant 🙂 )

In dem Artikel geht es um die Vor- und Nachwehen der großen Wirbelströme, die die amerikanische Südküste getroffen hatten.

  • Zu Beginn war ein Teil der dortigen Bevölkerung nicht in der Lage zu evakuieren, da die Reichweite der Elektro-Fahrzeuge begrenzt ist und bei einer solchen Massenevakuierung das Nachladen schwierig wird.
  • Nach den Wirbelstürmen war das sowieso schon grottige Elektrizitätsnetz teilweise zerstört, so dass die Fahrzeuge über Wochen unbenutzbar waren. Es fehlte an der Möglichkeit nachzuladen.

Ich persönlich möchte nicht von einer Energiequelle (z.B. Strom, Gas oder Benzin) primär abhängig sein. Es fängt schon damit an, dass ich mit einer modernen Gasheizung bei Strom- oder Gasausfall nicht mehr heizen kann. Campingkocher habe ich ersatzweise zu Hause. Ein Elektro-Fahrzeug verschärft die Abhängigkeit zum Strom. Trotz unseres hervorragenden Stromnetzes und der schnellen Wiederinbetriebnahme bei Teilausfällen rechne ich auf Grund der massiven Verschränkung und undefinierter Digitalisierung der Systeme mit einem Totalausfall über Tage… In Kombination mit einem Münsterländer Schneechaos dann evtl. noch ein paar Tage länger.

Ein Problem ist allerdings der massive Energiebedarf… Ein wenig Haus mit Heizung, provisorischem Gasherd, paar USB-Ladestationen und Lampen bekommt man schon mit einem Kanister Benzin zum Laufen… Ein Fahrzeug verschlingt, auch wenn es Elektro ist, pro 100 km schon ein paar Liter Benzin… Erst recht wenn man mit einem benzinbetriebenen Generator Strom erzeugt über welchen das Elektroauto aufgeladen wird. Abgesehen von der Problematik 100 Liter Benzin sicher und erlaubt (maximal 20 Liter Benzin) lagern zu können.

Eine Teilelektrifizierung der wichtigsten Versorgungsstätten wir Tankstellen, Supermärkte, Wasserwerke wird schon durch das THW und Bundeswehr erfolgen… Meine Stromtankstelle wird da wohl erstmal auf Grund der Dezentralität. des Energiehungers und langen Aufladezeit außen vor bleiben…

Die Frage ist: Brauche ich während eines solchen Krisenszenarios überhaupt  ein Fahrzeug oder reicht hierfür ein Fahrrad?

2 Antworten auf „Elektro-Autos und Katastrophen“

  1. Ich sehe da ehrlich gesagt keinen großen Unterschied zwischen Benziner und Elektroantrieb. Beide brauchen Energie und an die kommt man im Katastrophenfall nicht unbedingt ran.

    Ich sehe sogar eine einfachere Versorgung mit Strom, denn dank Solarzellen und Hausbatterie bekommt man heutzutage ja schon eine ziemlich gute autonome Energieversorgung hin. Damit kommt man zwar mit einem Elektroauto nicht weiter als dessen Reichweite ist, aber wenn man mal den Blackout-Fall anschaut helfen einem in einem solchen Fall mit einem Benziner auch keine Tankstellen weiter.

    1. Das Energiemittel „Benzin“ ist einfach verdichteter und man kann es wesentlich einfacher transportieren. 600 km Reichweite Benzin wiegen 45 kg und können innerhalb von Minuten/Sekunden ausgetauscht werden.
      600 km Reichweite in Elektro wiegt 400 kg und braucht viele Minuten bis sie wieder aufgeladen sind.
      Chemie hat manchmal Vorteile gegenüber der Physik.

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