Der Terror und seine Geschichte

Ein feiger, menschenverachter Anschlag ist wieder passiert und Weitere werden folgen. Die Medien sind voller Eifer die neuesten Geschichten über Hintergründe, Schicksale und Verfolgung zu erzählen. Letzteres soweit verständlich, ersteres ein schwieriger Umstand unserer Gesellschaft. Ich möchte jetzt aber keinen Plädoyer für den Kampf für die freie Freiheit halten, sondern mich eher darüber echauffieren warum Medien, insbesondere die publizistischen Tageszeitungen, es nicht lassen können den Attentätern, Mördern und Terroristen ein Gesicht zu geben und sich damit verewigen können.

Eine bekannte, unsägliche Zeitung hat obiges und nicht nur obiges Fotos des Attentäter von Barcelona gezeigt und schmückt sein Leben mit vielen Facetten, Namensnennungen und Bildern aus… Mich interessiert sein Aussehen nicht und ich möchte nicht, dass mögliche Nachahmer sich dadurch bestätigt werden für immer ein medialer Märtyrer zu sein und im Gedächtnis der Menschen haften bleibt… (Wer hat noch das Bild von Mohammed Atta im Kopf?… bei mir für immer mit dem 11. September 2001 verbunden).

Mich interessieren die Hintergründe, wie ein solcher Mensch all seine Moral, Hemmungen und ja, seine Menschlichkeit ablegen kann. Wie einem Menschen das Leben vieler anderer, ihm unbekannter Menschen völlig egal ist und sie direkt, sichtbar und mittelbar angreift… Und um ehrlich zu sein würde ich noch nicht mal seinen Namen veröffentlichen.

Oder wie der finnische Politiker auf Twitter geschrieben hatte:

(Er dankt den zwei Herren, genannt Hasan und Hassen, für den Versuch den Angreifer bei seiner Tat zu hindern. Dabei wurden sie verletzt.)

Daher mein wohl etwas wirkloses Plädoyer auf Bilder und Namensnennung zu verzichten, soweit nicht für die Strafverfolgung oder Gefahrenprävention erforderlich.

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